Trump hält Kurs und Wort – Seine „Army“ auch?

Der frühere US-Präsident Donald Trump gab letzte Woche in seinem Domizil in Florida seine Präsidentschaftskandidatur für 2024 bekannt. Im Mai 2020 hatte er in einem Video schon damals erklärt, dass er für die Präsidentschaftswahlen in 2024 zur Verfügung stehen wird. Wer seine Rede im Fernsehen verfolgen konnte, sah einen anderen Donald Trump, als den, den wir bisher kannten, zumindest war das mein Eindruck.

Ich hatte den Eindruck, dass er von den Ergebnissen der Midterm Elections nicht gerade begeistert war. Auch er hatte sich einen deutlicheren Vorsprung vor den Demokraten erhofft. Insgesamt gesehen haben die Republikaner zwar die Midterm Elections gewonnen, aber nicht in der erhofften Stärke. Aufgrund der Dominanz im Repräsentantenhaus, sind die Demokraten nun nicht mehr in der Lage, schalten und walten zu können, wie sie es bisher getan haben. Vermutlich und auch hoffentlich, werden zukünftig die Unterstützungsleistungen für die Kiewer Bande nicht mehr so üppig ausfallen wie bisher.

Trump war in seiner Rede ausgesprochen ruhig, und sein Lieblingsthema „die gestohlene Wahl in 2020“, kam nur noch in einem Nebensatz vor. Der Tenor seiner Rede waren seine unwiderlegbaren Erfolge in seiner Amtszeit und das gravierende Versagen der Demokraten. Trump verzichtete auf Beschimpfungen, wie sie bei anderen öffentlichen Auftritten üblich sind, und entschied sich stattdessen für eine Kritik an Bidens Präsidentschaft und einen Rückblick auf die politischen Errungenschaften seiner eigenen Amtszeit. Trump sagte:

„Vor zwei Jahren waren wir eine große Nation und bald werden wir wieder eine große Nation sein“.

Alle fragen sich natürlich nach dem knappen Ausgang der Midterm Elections, ob Donald Trump noch der richtige Kandidat für die Präsidentschaftswahlen in 2024 ist. Amerikas, den Demokraten zugeneigten Medien, nutzen die knappen Wahlausgänge nur allzu gerne, um Trumps Kandidatur zu diskreditieren. Ron DeSantis, der derzeitige Gouverneur von Florida, wird als sein Gegenspieler präsentiert und Mike Pence, der ehemalige Stellvertreter Donald Trumps, rückt wieder ins Scheinwerferlicht der Medien. Ich würde sagen, das ist eine günstige Gelegenheit für die Medien Trump loszuwerden, zumal alle juristischen und demagogischen Versuche ihn aus seinem Amt zu entfernen kläglich gescheitert sind.

Noch ist zwar die MAGA (Make America Great Again) – Fraktion in der Republikanischen Partei in der Mehrheit, aber vereinzelte Stimmen lassen verlautbaren, ob Trump wirklich der beste Kandidat für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen ist. Man meldet Bedenken und Zweifel an, ähnlich wie die amerikanischen Medien es auch tun. Die Saat der Zwietracht geht nun auf, leider.

Alle drei möglichen Kandidaten, und es können in den verbleibenden 2 Jahren noch welche hinzukommen, könnten sich an einen Tisch setzen und eine Lösung finden, die der Sache dienen würde und der republikanischen Partei. Ein Vorschlag könnte sein, Donald Trump als Präsidentschaftskandidat zu unterstützen, Ron DeSantis wird sein Stellvertreter und Mike Pompeo Außenminister. Nach drei Jahren kündigt Trump seinen Job und übergibt ihn an seinen Stellvertreter Ron DeSantis. Die Möglichkeiten einer Einigung müssen selbstverständlich vor der Wahl bekannt gegeben werde. Das gehört sich so und es entspricht Trumps Motto „Follow the Truth“. Mein Wunsch wird sich nicht erfüllen, da in Amerika die Uhren anders ticken als bei uns. Das amerikanische Selbstbewusstsein und die Überschätzung der eigenen Person könnte die Republikaner tatsächlich vor eine Zerreißprobe stellen. Trumps Äußerung über Ron DeSantis „auszupacken“, sind eben typisch für die Psyche der Amerikaner. Sie setzen immer alles auf eine Karte und sind tatsächlich davon überzeugt, dass sie die Größten sind.

Ron DeSantis wurde letzte Woche als Gouverneur wiedergewählt. Mike Pence hat versucht, sich von Trump zu distanzieren, während er für ein neues Buch warb. Weitere potenzielle republikanische Präsidentschaftskandidaten sind der Gouverneur von Virginia, Glenn Youngkin, der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, und der ehemalige Außenminister Mike Pompeo.

Was Trump jetzt braucht, ist seine „Army“. Es müssen alle und noch viel mehr, Trump bei seiner Rally unterstützen, und diesmal sag auch ich bis zum bitteren Ende. Jetzt muss wirklich alles auf eine Karte gesetzt werden, auf die „Trump-As-Karte“, ansonsten ist es möglich, dass die Republikaner in 2024 knapp verlieren werden. Es liegt noch ein langer Weg vor uns, bis Trump im Sommer 2024 offiziell bestätigt wird. Die ersten Wettbewerbe auf Staatsebene sind noch mehr als ein Jahr entfernt.

Joe Biden erklärte ebenfalls letzte Woche, dass er sich zur Wiederwahl stellen werde und Anfang nächsten Jahres eine endgültige Entscheidung treffen werde.
In einer Umfrage von Edison Research sprachen sich sieben von zehn Wählern dafür aus, dass Biden, der nach wie vor sehr unbeliebt ist, nicht erneut kandidieren sollte. In derselben Umfrage gaben sechs von 10 Befragten an, dass sie eine ungünstige Meinung von Trump haben.

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