Was ist die Wahrheit?

Über den Umgang der Politiker und Medien mit der Wahrheit

Eine Frage die sich viele von uns stellen und einst wie Pilatus, der sie stellte, und fort ging, ohne die Antwort abzuwarten, denn er wusste, es gibt keine wahre und richtige Antwort.

Wer sich heute ein Bild über die aktuellen politischen Geschehnisse machen möchte, ärgert sich oft über die einseitigen Berichterstattungen. Emotionalisierende Nachrichten, Erschaffung von Feindbildern oder Auslassungen sind immer häufiger anzutreffen. Es wird zunehmend anspruchsvoller, sich genau zu informieren.

Politische Eliten haben zum Erhalt ihrer Macht immer wieder versucht, abweichende Meinungen zu unterdrücken. Staatliche Beamte zensierten die Presse und sitzen immer noch im Aufsichtsrat der Öffentlich- rechtlichen Sender.

Die heutigen Versuche, Einfluss auf das Internet zu nehmen, muten ähnlich an. Doch wie versucht man heute, die Bürgerinnen und Bürger zu beeinflussen? Ein kurzer Rückblick darauf, wie Herrschafts­eliten und Medien zusammenarbeiten, kann aufschlussreich sein.

Um die Wahrheit ist ein regelrechter Krieg ausgebrochen und hat mittlerweile alle Ebenen unserer Gesellschaft erreicht. Seit der Aufklärung haben wir die Idee lieb gewonnen, dass es eine institutionalisierte kollektive Vernunft gibt, nämlich die Öffentlichkeit, die zwar Lüge und Manipulation nicht verhindern, wohl aber anprangern und damit zu deren Abschaffung beitragen kann. Mit dem Internet keimte zudem die Hoffnung, dass nun erstmals eine echte Weltöffentlichkeit möglich wird.

Der Internet-Enthusiast John Perry Barlow formulierte im Jahr 1996 eine digitale Unabhängigkeitserklärung: Regierungen der industriellen Welt, ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Lasst uns in Ruhe! Ihr seid nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt ihr keine Souveränität mehr.

„Das Internet befördert zwei Kommunikationsformen: zum einen Denkverbote und Denkgebote im Sinne von Political Correctness und auf der anderen Seite eine Kultur der Provokation. Beides macht Diskussionen unmöglich. Sich gegen beides zu wehren, bedeutet digitale Zivilcourage“. eric gujer, nzz 2017

Eine Demokratie kann ohne pluralistische Öffentlichkeit und den Austausch aller Argumente nicht existieren. Voraussetzung hierfür sind Informationen, und zwar nicht häppchenweise. Faktenfülle und die Bereitschaft zur Differenzierung sind deshalb die Grundlage für glaubwürdigen Journalismus, den es aber nicht mehr gibt.

Der Spiegel zieht Vergleiche zwischen Berlin 1933 und Washington im Jahr 2017 und bildet Donald Trump auf dem Titelbild als Terroristen ab, der der Freiheitsstatue mit dem Messer den Kopf abschneidet.  Die Ausgabe mit dem Halsabschneider-Cover gehörte zu den meistverkauften Spiegel-Heften der letzten Zeit, hat aber mit Fakten und der Realität nichts mehr zu tun.

PR-Agenturen übernehmen für in- und ausländische Auftraggeber (Konzerne, Verbände, Staaten, Parteien, Einzelpersonen usw.) die Manipulation der öffentlichen Meinung. Dabei spielt der Einfluss der PR-Agenturen auf die Medien eine nicht unerhebliche Rolle.

Öffentliches Interesse vortäuschen

In jüngster Zeit fällt der zunehmend stärkere Gebrauch manipulativer Mittel auf, um bestimmte (politische) Meinungen per se als schlecht hinzustellen und zu stigmatisieren. Personen, die eine vom Medien-Mainstream abweichende Meinung öffentlich äußern, riskieren, entweder totgeschwiegen, lächerlich gemacht oder ruiniert zu werden. Eine echte sachliche Auseinandersetzung wird dabei konsequent gemieden. Zu beobachten ist oft ein enges Zusammenspiel zwischen Politik und öffentlich finanzierten Medienhäusern.

Eine Pressekampagne gegen einzelne Persönlichkeiten wie z.B. Donald Trump, wird orchestriert durch scheinbar zufällig erscheinende Publikationen.

Nun kann man davon ausgehen, dass viele gegenwärtige Ereignisse sich nicht so abspielen, wie sie uns in den Medien dargestellt werden, und dass unser Handeln und unsere Einstellungen nicht zufällig beeinflusst werden. Eine ausgeklügelte Beeinflussung über die Mainstream-Medien soll gezielt für Stimmungen und Einstellungen sorgen. Wer sich dem nicht anpasst, soll schweigen. Wer eine andere Meinung äußert, wird mundtot gemacht.


Der Politik mag die hilfreiche Unterstützung der Medien bei der Durchsetzung einer Politik, die von Teilen der Bevölkerung nicht geteilt wird, willkommen sein. Manipulation tritt an die Stelle der Information.

Viele Journalisten verstehen sich als freiwilli­ge Helfer dieser Politik. Sie verstehen ihre Aufgabe darin, die Leser zu belehren. Doch die Wachsamkeit der Leser und Zuschauer wird unterschätzt.

Es gibt aber ein paar wenige Deutsche, die davon überzeugt sind, dass die Medien Merkels Neubürger in einem guten Licht darstellen, um Deutschland grundlegend zu verändern. Das Ziel ist die Zerstörung Deutschlands, wie wir es kannten. Wir kennen die Parolen von  Claudia Roth und den anderen Sozialisten: „Deutschland verrecke“ und „Ich will keine Deutschen Flaggen mehr sehen, sondern nur noch Türkische“.

Die Realität wurde durch Trugbilder ersetzt. Die Wahrheit ist, und ich glaube daran gibt es keinen Zweifel, wir kennen sie nicht und wir müssen sie suchen.

Dazu mehr von Robert Seidel aus „Zeit – Fragen“, im Okt.2018

Mehr zum Thema:

https://www.nzz.ch/meinung/guter-journalismus-wahrheit-und-andere-luegen-ld.1289153

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